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In der Hessischen Theaterakademie (HTA) haben sich alle an der Theaterausbildung in Hessen beteiligten Hochschulen als auch die Stadt- und Staatstheater der Region in einem Studien- und Produk­tionsverbund zusammengeschlossen. Vielfältige Querverbindungen zwischen den Disziplinen und Partnern eröffnen den Studierenden neue Möglichkeiten, sich auf die Komplexität eines künstlerischen Berufsfeldes vorzubereiten.

Aktuelles

Die Hessische Theaterakademie lädt zur digitalen HTA-Werkschau 2020: Vom 25.11. - 28.11.2020 zeigen wir filmische und Online-Arbeiten der HTA-Studierenden auf unserer Website! ...
25. HTA-Ringvorlesung im Wintersemester 2020/2021: Theater und die Krise der Demokratie ...
Die Hessische Theaterakademie solidarisiert sich mit den Forderungen der Budapester Studierenden und der Kolleg:innen aus Lehre und Forschung nach Erhalt der institutionellen Autonomie der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst ...
Hessische Theaterakademie stellt zusätzliche Mittel für corona-bedingte Probenausfälle frei ...
Wilsonstrasse.FM: Onlineplattform der ATW Gießen ...
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Die Hessische Theaterakademie lädt zur digitalen HTA-Werkschau 2020: Vom 25.11. - 28.11.2020 zeigen wir filmische und Online-Arbeiten der HTA-Studierenden auf unserer Website!

Wir laden herzlich zur ersten digitalen HTA-Werkschau ein: Vom 25. bis 28. November 2020 - das war der ursprünglich geplante Zeitraum für die Live-Werkschau - werden elf Filme und eine Online-Performance gezeigt. Wir danken allen Studierenden, die Teil der Vorbereitungen für das Präsenzformat der Werkschau waren und freuen uns, dass wir uns zumindest im digital space verbunden bleiben.

Online zu sehen sein werden Beiträge unter der Leitung von: Lisa Horvath, Sharon Jamila Hutchinson, David Campling, Anna Maria Pahlke, Kathrin Selina Frech, Sara Gröning, Hannah Brown, Katharina Kurschat, Ana Clara Montenegro, Sophia Scherer, Mirjam Motzke, Martin Müller sowie dem Schauspielstudio-Ensemble in Zusammenarbeit mit Matthias Faltz, Günter Lehr und Charlotte Bösling.

Die Beiträge im Detail: hessische-theaterakademie.de/de/digitale-werkschau/

Die Links zu den Video-Arbeiten und die Anmeldung zur Online-Performance ‚skin on screen‘ werden vom 25.11. - 28.11.2020 zugänglich gemacht.

Wir wünschen gute Unterhaltung und viel Spaß mit dem Online-Programm der digitalen HTA-Werkschau 2020!

 

25. HTA-Ringvorlesung im Wintersemester 2020/2021: Theater und die Krise der Demokratie

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krise der Demokratie westlicher Prägung, auf die vielerorts die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen antwortet, lädt die Ringvorlesung Künstler*innen des Festivals „Frankfurter Positionen 2021“ und Wissenschaftler*innen aus dem Umkreis des Theaters, der Performance sowie der mit ihnen beschäftigten Wissenschaften dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Dabei sollen einerseits die gegenwärtigen Probleme und Krisen der klassischen Vorstellungen von Demokratie reflektiert werden: die Probleme Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung, die mit der Globalisierung verbundene Entwertung der alten Akteure und Institutionen, etwa der Nation und ihres Parlaments, und die Erkenntnis der Mitverantwortung des Westens und seiner Wirtschaftsordnung.

Andererseits soll in der Ringvorlesung, die das Thema Auslaufmodell [: -----------------] der „Frankfurter Positionen 2021“ aufgreift, gefragt werden: Welcher Mensch oder welches Subjekt wird auf die so beschriebenen Herausforderungen antworten können? Wie reagieren neue Formen des Theaters, der Choreographie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf die gegenwärtige Krise der Demokratie? Wie geht die Krise in ihre Formen, Organisationsweisen und Inhalte ein?

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Festival „Frankfurter Positionen 2021“. Sie wird aus Mitteln der der BHF BANK Stiftung, der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, der Hessischen Theaterakademie und des DAAD unterstützt.

Koordiniert von der Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität (Nikolaus Müller-Schöll / Julia Schade)

Live-Stream per Zoom; Registrierung vorab per Mail an: dramaturgie_at_mousonturm.de mit dem Betreff „HTA"

Aktuelle Informationen: 
dramaturginfrankfurt.de

Radioübertragung ohne Anmeldung: wilsonstrassefm.com
Videoaufzeichnungen der Beiträge danach: blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/theater

Die Hessische Theaterakademie solidarisiert sich mit den Forderungen der Budapester Studierenden und der Kolleg:innen aus Lehre und Forschung nach Erhalt der institutionellen Autonomie der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst

Seit September wird die Theater- und Filmhochschule in Budapest von einem Kuratorium geleitet, das von der ungarischen Regierung um Viktor Orbán eingesetzt wurde. Damit soll der Regierungseinfluss auf die Kulturszene ausgeweitet werden; die alte Führung der Hochschule wurde entmachtet. Auf diese Weise entzieht die ungarische Regierung der angesehenen Budapester Universität für Theater- und Filmkunst ihre Unabhängigkeit. Fast das gesamte Lehrpersonal ist zurückgetreten, während die Studierenden protestieren. Rund 250 von ihnen haben die Hochschule nun deswegen besetzt. Mit ihrer Aktion fordern sie eine Garantie für Freiheit in der Lehre und Forschung; ein Verlust der Selbstbestimmung sei von studentischer Seite nicht hinnehmbar.

So wie es die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks erfordert, dass Künstler:innen unabhängig und frei von staatlicher Zensur, politischer Einmischung oder Druck nichtstaatlicher Akteure sind, so erfordert eine zeitgenössische akademische Praxis politische Unabhängigkeit und institutionelle Autonomie der Universitäten. Dieses jüngste Beispiel der Missachtung der Meinungsfreiheit in Ungarn zeigt, wie dringend die EU-Institutionen handeln müssen, um autokratischen Tendenzen der Einflussnahme auf akademische Lehre und Forschung entgegenzuwirken.

Hessische Theaterakademie stellt zusätzliche Mittel für corona-bedingte Probenausfälle frei

Die Hessische Theaterakademie stellt ab sofort Mittel für corona-bedingte Probenausfälle aus dem Jahreshaushalt frei, die zur Finanzierung von zusätzlichen Proberäumen verwendet werden können. Die Mittel können für studentische HTA-Projekte, deren Realisierung bzw. Finanzierung durch die Probenausfälle seit Mitte März in Gefahr geraten ist, ab sofort beantragt werden. Das Büro der HTA und das Organisationsteam vom Frankfurt LAB bieten zudem aktiv ihre Unterstützung bei der Suche nach alternativen Probenräumen an. HTA-Partnertheater und weitere Institutionen haben in diesem Zusammenhang signalisiert, weitere Räume zur Verfügung zu stellen.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir dispositionell und finanziell dazu beitragen, dass die (in vielen Fällen prüfungs -und abschlussrelevanten) Projekte der Studierenden weiterhin zu den notwendigen qualitativen Bedingungen im Rahmen des geplanten Curriculums stattfinden können, ohne dass den Projektbeteiligten grundlegende Nachteile entstehen.

Interessierte wenden sich bitte per E-Mail (info_at_hessische-theaterakademie.de) oder telefonisch (069-154007114) an das Büro der Hessischen Theaterakademie. 

Wilsonstrasse.FM: Onlineplattform der ATW Gießen

Seit 30. April stellen Studierende der Angewandte Theaterwissenschaft ein vielfältiges Onlineangebot bereit. In verschiedenen, teils wechselnden Formaten zwischen Late-Night Talkshow und Theoriepodcast werden Ein- und Ausblicke ins und aus dem Institut gegeben. Weitere Informationen und Zugang zum Onlineangebot erhalten Sie auf der Webseite

Kalender

Sa,5.Dezember2020

Deutschland 2020. Ein Wintermärchen

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Eine Heine-Skizze von Regina Wenig
Klassenzimmerstück ab 14 Jahren

Regie: Regina Wenig, Bühne: Marius Baumgartner, Kostüme: Marielle Sokoll, Dramaturgie: Katja Herlemann, Katrin Spira

Mit
Vanessa Bärtsch, Nora Solcher (Studiojahr Schauspiel)

»Im traurigen Monat November war’s…« als Heinrich Heine zu einer letzten Reise von Frankreich nach Deutschland aufbrach. Station für Station auf dem Weg zu seiner Mutter zeichnet er ein messerscharfes Bild seiner Heimat. Heine – in Deutschland wegen seiner jüdischen Herkunft angefeindet – beschreibt das Land, das ihm nach Jahren des Exils in Frankreich so fremd wie nah ist, aus der Perspektive seines eigenen Zwiespalts: als reaktionäres Land, geprägt von Militarismus und Nationalismus mit einer Sprache, wie sie nicht schöner sein könnte (wenn man sie so zum Klingen bringt wie Heine). Heines Motive sind Heimat, Staat, Religion, Ausgrenzung und Identität – es sind Fragen, die noch immer unsere Diskurse bestimmen und auch heute so explosiv sind, wie sie es für den politischen Autor Heine 1843 waren. Die Regisseurin Regina Wenig unternimmt auf Basis von Heines Versepos eine theatrale Reise durch das Deutschland unserer Zeit und spiegelt unsere Wirklichkeit an Heines poetischen Bildern. Aus dieser motivischen Doppelbelichtung entstehen Reibungen, Widersprüche und Überraschungen.

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Kommende Termine:

05.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Ichundich

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: Christina Tscharyiski, Ausstattung: Dominique Wiesbauer und Verena Dengler, Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit
Fenna Benetz, Anna Bardavelidze, Nina Plagens, John Sander (Studiojahr Schauspiel)

Drei Theaterstücke hat die Lyrikerin Else Lasker-Schüler geschrieben. Ihr letztes, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstanden ist, blieb ein Dramen-Fragment: »IchundIch« ist ein sprachmächtiges und satirisch-hellsichtiges Drama ihrer Zeit, in dem die Dichterin das Publikum in eine Generalprobe einlädt. Schauplatz der Handlung ist die Hölle: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander. Bei Lasker-Schüler endet dieses utopische Arrangement in einem überraschenden Kompromiss zwischen Faust und Mephisto gegen den rechten Barbarismus. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazi-Schergen, bis am Ende alle buchstäblich zur Hölle fahren und im Lavastrom untergehen. Im letzten Akt ergreifen die Autorin selbst und eine Vogelscheuche das Wort und es entspinnt sich ein Dialog, der die traumatische historische Situation sprachlich reflektiert und der in einem Ruf nach einer neuen Poetik mündet.

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Kommende Termine:

05.12.2020,Schauspiel Frankfurt

19.12.2020,Schauspiel Frankfurt

25.12.2020,Schauspiel Frankfurt

31.12.2020,Schauspiel Frankfurt

So,6.Dezember2020

Andorra

19:30 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

06.12.2020,Schauspiel Frankfurt

14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

16.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Mo,14.Dezember2020

Andorra

19:30 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

06.12.2020,Schauspiel Frankfurt

14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

16.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Eternal Peace

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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Kommende Termine:

14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



17.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



18.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.

Di,15.Dezember2020

Freiraum: Masken_Theater

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Konzept, Regie und Ausstattung: Lea Gockel
Mit: Jonathan Lutz, Fenna Benetz (beide Studiojahr Schauspiel)

Performer_innen sind scheinbar abwesend unter den unbeweglichen Gesichtszügen einer Theatermaske. Aber stimmt das? Offenbart die Maske nicht gerade das, was sie zu verbergen sucht? Genau diesem Vexierspiel von Zeigen und Verstecken widmet sich Lea Gockel mit Studierenden des diesjährigen Studiojahres. Episodenhaft werden kleine Geschichten mit und über das Maskenspiel fantasievoll in Szene gesetzt. Auf spielerische Weise wird so das poetische Paradox der Maske erzählt und ihr Zauber für das Publikum erlebbar.
Extra für die Freiraum-Reihe des Schauspiel Frankfurt hat die Maskenbauerin Anna Stoß ihre Masken zur Verfügung gestellt, die durch die beiden Schauspieler_innen Nora Solcher und Jonathan Lutz lebendig werden.

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Kommende Termine:

15.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.

Mi,16.Dezember2020

Andorra

19:30 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

06.12.2020,Schauspiel Frankfurt

14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

16.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Do,17.Dezember2020

Eternal Peace

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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Kommende Termine:

14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



17.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



18.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.

Fr,18.Dezember2020

Eternal Peace

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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14.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



17.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.



18.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Pandemiebedingt abgesagt.

Sa,19.Dezember2020

Ichundich

20:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: Christina Tscharyiski, Ausstattung: Dominique Wiesbauer und Verena Dengler, Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit
Fenna Benetz, Anna Bardavelidze, Nina Plagens, John Sander (Studiojahr Schauspiel)

Drei Theaterstücke hat die Lyrikerin Else Lasker-Schüler geschrieben. Ihr letztes, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstanden ist, blieb ein Dramen-Fragment: »IchundIch« ist ein sprachmächtiges und satirisch-hellsichtiges Drama ihrer Zeit, in dem die Dichterin das Publikum in eine Generalprobe einlädt. Schauplatz der Handlung ist die Hölle: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander. Bei Lasker-Schüler endet dieses utopische Arrangement in einem überraschenden Kompromiss zwischen Faust und Mephisto gegen den rechten Barbarismus. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazi-Schergen, bis am Ende alle buchstäblich zur Hölle fahren und im Lavastrom untergehen. Im letzten Akt ergreifen die Autorin selbst und eine Vogelscheuche das Wort und es entspinnt sich ein Dialog, der die traumatische historische Situation sprachlich reflektiert und der in einem Ruf nach einer neuen Poetik mündet.

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Kommende Termine:

05.12.2020,Schauspiel Frankfurt

19.12.2020,Schauspiel Frankfurt

25.12.2020,Schauspiel Frankfurt

31.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Fr,25.Dezember2020

Ichundich

18:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: Christina Tscharyiski, Ausstattung: Dominique Wiesbauer und Verena Dengler, Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit
Fenna Benetz, Anna Bardavelidze, Nina Plagens, John Sander (Studiojahr Schauspiel)

Drei Theaterstücke hat die Lyrikerin Else Lasker-Schüler geschrieben. Ihr letztes, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstanden ist, blieb ein Dramen-Fragment: »IchundIch« ist ein sprachmächtiges und satirisch-hellsichtiges Drama ihrer Zeit, in dem die Dichterin das Publikum in eine Generalprobe einlädt. Schauplatz der Handlung ist die Hölle: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander. Bei Lasker-Schüler endet dieses utopische Arrangement in einem überraschenden Kompromiss zwischen Faust und Mephisto gegen den rechten Barbarismus. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazi-Schergen, bis am Ende alle buchstäblich zur Hölle fahren und im Lavastrom untergehen. Im letzten Akt ergreifen die Autorin selbst und eine Vogelscheuche das Wort und es entspinnt sich ein Dialog, der die traumatische historische Situation sprachlich reflektiert und der in einem Ruf nach einer neuen Poetik mündet.

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Kommende Termine:

05.12.2020,Schauspiel Frankfurt

19.12.2020,Schauspiel Frankfurt

25.12.2020,Schauspiel Frankfurt

31.12.2020,Schauspiel Frankfurt

Do,31.Dezember2020

Ichundich

18:00 Uhr,Schauspiel Frankfurt

Regie: Christina Tscharyiski, Ausstattung: Dominique Wiesbauer und Verena Dengler, Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit
Fenna Benetz, Anna Bardavelidze, Nina Plagens, John Sander (Studiojahr Schauspiel)

Drei Theaterstücke hat die Lyrikerin Else Lasker-Schüler geschrieben. Ihr letztes, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstanden ist, blieb ein Dramen-Fragment: »IchundIch« ist ein sprachmächtiges und satirisch-hellsichtiges Drama ihrer Zeit, in dem die Dichterin das Publikum in eine Generalprobe einlädt. Schauplatz der Handlung ist die Hölle: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander. Bei Lasker-Schüler endet dieses utopische Arrangement in einem überraschenden Kompromiss zwischen Faust und Mephisto gegen den rechten Barbarismus. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazi-Schergen, bis am Ende alle buchstäblich zur Hölle fahren und im Lavastrom untergehen. Im letzten Akt ergreifen die Autorin selbst und eine Vogelscheuche das Wort und es entspinnt sich ein Dialog, der die traumatische historische Situation sprachlich reflektiert und der in einem Ruf nach einer neuen Poetik mündet.

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05.12.2020,Schauspiel Frankfurt

19.12.2020,Schauspiel Frankfurt

25.12.2020,Schauspiel Frankfurt

31.12.2020,Schauspiel Frankfurt