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In der Hessischen Theaterakademie (HTA) haben sich alle an der Theaterausbildung in Hessen beteiligten Hochschulen als auch die Stadt- und Staatstheater der Region in einem Studien- und Produk­tionsverbund zusammengeschlossen. Vielfältige Querverbindungen zwischen den Disziplinen und Partnern eröffnen den Studierenden neue Möglichkeiten, sich auf die Komplexität eines künstlerischen Berufsfeldes vorzubereiten.

Aktuelles

Die Hessische Theaterakademie solidarisiert sich mit den Forderungen der Budapester Studierenden und der Kolleg:innen aus Lehre und Forschung nach Erhalt der institutionellen Autonomie der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst ...
Hessische Theaterakademie stellt zusätzliche Mittel für corona-bedingte Probenausfälle frei ...
Wilsonstrasse.FM: Onlineplattform der ATW Gießen ...
Veranstaltungsausfälle ...
Postgraduiertenförderungen 2020 von HTA und LAB vergeben ...
Ältere Einträge

Die Hessische Theaterakademie solidarisiert sich mit den Forderungen der Budapester Studierenden und der Kolleg:innen aus Lehre und Forschung nach Erhalt der institutionellen Autonomie der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst

Seit September wird die Theater- und Filmhochschule in Budapest von einem Kuratorium geleitet, das von der ungarischen Regierung um Viktor Orbán eingesetzt wurde. Damit soll der Regierungseinfluss auf die Kulturszene ausgeweitet werden; die alte Führung der Hochschule wurde entmachtet. Auf diese Weise entzieht die ungarische Regierung der angesehenen Budapester Universität für Theater- und Filmkunst ihre Unabhängigkeit. Fast das gesamte Lehrpersonal ist zurückgetreten, während die Studierenden protestieren. Rund 250 von ihnen haben die Hochschule nun deswegen besetzt. Mit ihrer Aktion fordern sie eine Garantie für Freiheit in der Lehre und Forschung; ein Verlust der Selbstbestimmung sei von studentischer Seite nicht hinnehmbar.

So wie es die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks erfordert, dass Künstler:innen unabhängig und frei von staatlicher Zensur, politischer Einmischung oder Druck nichtstaatlicher Akteure sind, so erfordert eine zeitgenössische akademische Praxis politische Unabhängigkeit und institutionelle Autonomie der Universitäten. Dieses jüngste Beispiel der Missachtung der Meinungsfreiheit in Ungarn zeigt, wie dringend die EU-Institutionen handeln müssen, um autokratischen Tendenzen der Einflussnahme auf akademische Lehre und Forschung entgegenzuwirken.

Hessische Theaterakademie stellt zusätzliche Mittel für corona-bedingte Probenausfälle frei

Die Hessische Theaterakademie stellt ab sofort Mittel für corona-bedingte Probenausfälle aus dem Jahreshaushalt frei, die zur Finanzierung von zusätzlichen Proberäumen verwendet werden können. Die Mittel können für studentische HTA-Projekte, deren Realisierung bzw. Finanzierung durch die Probenausfälle seit Mitte März in Gefahr geraten ist, ab sofort beantragt werden. Das Büro der HTA und das Organisationsteam vom Frankfurt LAB bieten zudem aktiv ihre Unterstützung bei der Suche nach alternativen Probenräumen an. HTA-Partnertheater und weitere Institutionen haben in diesem Zusammenhang signalisiert, weitere Räume zur Verfügung zu stellen.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir dispositionell und finanziell dazu beitragen, dass die (in vielen Fällen prüfungs -und abschlussrelevanten) Projekte der Studierenden weiterhin zu den notwendigen qualitativen Bedingungen im Rahmen des geplanten Curriculums stattfinden können, ohne dass den Projektbeteiligten grundlegende Nachteile entstehen.

Interessierte wenden sich bitte per E-Mail (info_at_hessische-theaterakademie.de) oder telefonisch (069-154007114) an das Büro der Hessischen Theaterakademie. 

Wilsonstrasse.FM: Onlineplattform der ATW Gießen

Seit 30. April stellen Studierende der Angewandte Theaterwissenschaft ein vielfältiges Onlineangebot bereit. In verschiedenen, teils wechselnden Formaten zwischen Late-Night Talkshow und Theoriepodcast werden Ein- und Ausblicke ins und aus dem Institut gegeben. Weitere Informationen und Zugang zum Onlineangebot erhalten Sie auf der Webseite

Veranstaltungsausfälle

Wir aktualisieren unseren Veranstaltungskalender (siehe unten) regelmäßig. Aufgrund der derzeitigen Situation empfehlen wir jedoch, sich immer auch auf den Internetseiten der jeweiligen Veranstalter und Theater über die angekündigten Veranstaltungen und mögliche Ausfälle zu informieren.

Postgraduiertenförderungen 2020 von HTA und LAB vergeben

Auch 2020 ermöglichte es eine Initiative des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst dem Frankfurt LAB, vier Forschungsförderungen an ehemalige Studierende der Hessischen Theaterakademie zu vergeben. Vergeben wurden Förderungen in Höhe von bis zu 6.000 Euro, die das Erarbeiten künstlerischer Projekte ermöglichen, welche sich in ihrer Herangehensweise als künstlerische Forschung definieren lassen. Zur vollständigen Meldung gelangen Sie hier.

Kalender

Do, 29. Oktober 2020

Analoge Theatermaschine2020 >> still werking it out <<

Gießen

Werkschau der Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

Wir wollen viele kleine Feste mit euch feiern...!

Wir laden euch herzlichst zur wahrhaftigen outdoor/indoor Theatermaschine 2020 ein!
Gemeinsam schauen, rezipieren, diskutieren und umdenken stehen auf dem Programm.
Vom 29. Okt.- 1.November bespielen wir ein paar Plätze [[Achtung, es könnte kalt werden]] und Bühnen in Gießen. Dort warten dann typisch-untypische angewandte Programmpunkte auf euch.

Dieses Jahr ist alles anders... und Planung ist alles. Bitte meldet euch schon im Vorraus für eure liebsten Performances an und tragt damit euren Teil dazu bei, ein Krisen-angemessenes Festival zu feiern.

Hier gehts (in Kürze) zum Analogen-Online-Programm:
www.theatermaschine-giessen.de
https://www.instagram.com/theatermaschine2020/
https://www.facebook.com/theatermaschine/

Wir freuen uns auf euch und sind schon ganz aufgeregt!
Euer ™-Team!


Wir wollen eine sichere Umgebung für alle Besucher*innen und Teilnehmer*innen schaffen. Wir bekennen uns zu Antirassismus, Anti-Sexismus, Anti-Unterdrückung und Anti-Homophobie.

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Gießen

30.10.2020, Gießen

31.10.2020, Gießen

01.11.2020, Gießen

The Big Sleep

20:00 Uhr, Theaterdiscounter Berlin

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

Fr, 30. Oktober 2020

Analoge Theatermaschine2020 >> still werking it out <<

Gießen

Werkschau der Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

Wir wollen viele kleine Feste mit euch feiern...!

Wir laden euch herzlichst zur wahrhaftigen outdoor/indoor Theatermaschine 2020 ein!
Gemeinsam schauen, rezipieren, diskutieren und umdenken stehen auf dem Programm.
Vom 29. Okt.- 1.November bespielen wir ein paar Plätze [[Achtung, es könnte kalt werden]] und Bühnen in Gießen. Dort warten dann typisch-untypische angewandte Programmpunkte auf euch.

Dieses Jahr ist alles anders... und Planung ist alles. Bitte meldet euch schon im Vorraus für eure liebsten Performances an und tragt damit euren Teil dazu bei, ein Krisen-angemessenes Festival zu feiern.

Hier gehts (in Kürze) zum Analogen-Online-Programm:
www.theatermaschine-giessen.de
https://www.instagram.com/theatermaschine2020/
https://www.facebook.com/theatermaschine/

Wir freuen uns auf euch und sind schon ganz aufgeregt!
Euer ™-Team!


Wir wollen eine sichere Umgebung für alle Besucher*innen und Teilnehmer*innen schaffen. Wir bekennen uns zu Antirassismus, Anti-Sexismus, Anti-Unterdrückung und Anti-Homophobie.

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Gießen

30.10.2020, Gießen

31.10.2020, Gießen

01.11.2020, Gießen

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

Logo des Kooperationspartners Hochschule für Musik und Darstellende Kunst FrankfurtLogo des Kooperationspartners Schauspiel Frankfurt

Kommende Termine:

30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

31.10.2020, Schauspiel Frankfurt

12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Der goldene Hund

19:30 Uhr, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

Performance
von Carlos Franke, Maren Küpper (Dramaturgie, Raum)

Von Tantalos wird erzählt, dass er für seine Gier zu Recht mit ewigem Hunger und Durst gestraft wurde. Wie genau er sich diese Strafe eingehandelt hat, darüber gibt es verschiedene Geschichten. Gehen wir der Sache nach! Erzählen wir von dem, dessen „Seele eben so dürstet als ob sie ein Körper wäre“ (Lukian). Erzählen wir außerdem vom Leben mit einem Staubsaugerroboter, der ein Geschenk des Himmels ist. Und von der Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen.

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen Logo des Kooperationspartners Theater neben dem Turm Marburg

Kommende Termine:

30.10.2020, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

30.10.2020, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

The Big Sleep

20:00 Uhr, Theaterdiscounter Berlin

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

Der goldene Hund

21:00 Uhr, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

Performance
von Carlos Franke, Maren Küpper (Dramaturgie, Raum)

Von Tantalos wird erzählt, dass er für seine Gier zu Recht mit ewigem Hunger und Durst gestraft wurde. Wie genau er sich diese Strafe eingehandelt hat, darüber gibt es verschiedene Geschichten. Gehen wir der Sache nach! Erzählen wir von dem, dessen „Seele eben so dürstet als ob sie ein Körper wäre“ (Lukian). Erzählen wir außerdem vom Leben mit einem Staubsaugerroboter, der ein Geschenk des Himmels ist. Und von der Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen.

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Kommende Termine:

30.10.2020, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

30.10.2020, TNT (Theater neben dem Turm), Marburg

Sa, 31. Oktober 2020

Analoge Theatermaschine2020 >> still werking it out <<

Gießen

Werkschau der Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

Wir wollen viele kleine Feste mit euch feiern...!

Wir laden euch herzlichst zur wahrhaftigen outdoor/indoor Theatermaschine 2020 ein!
Gemeinsam schauen, rezipieren, diskutieren und umdenken stehen auf dem Programm.
Vom 29. Okt.- 1.November bespielen wir ein paar Plätze [[Achtung, es könnte kalt werden]] und Bühnen in Gießen. Dort warten dann typisch-untypische angewandte Programmpunkte auf euch.

Dieses Jahr ist alles anders... und Planung ist alles. Bitte meldet euch schon im Vorraus für eure liebsten Performances an und tragt damit euren Teil dazu bei, ein Krisen-angemessenes Festival zu feiern.

Hier gehts (in Kürze) zum Analogen-Online-Programm:
www.theatermaschine-giessen.de
https://www.instagram.com/theatermaschine2020/
https://www.facebook.com/theatermaschine/

Wir freuen uns auf euch und sind schon ganz aufgeregt!
Euer ™-Team!


Wir wollen eine sichere Umgebung für alle Besucher*innen und Teilnehmer*innen schaffen. Wir bekennen uns zu Antirassismus, Anti-Sexismus, Anti-Unterdrückung und Anti-Homophobie.

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Kommende Termine:

29.10.2020, Gießen

30.10.2020, Gießen

31.10.2020, Gießen

01.11.2020, Gießen

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

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13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

The Big Sleep

20:00 Uhr, Theaterdiscounter Berlin

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

So, 1. November 2020

Analoge Theatermaschine2020 >> still werking it out <<

Gießen

Werkschau der Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

Wir wollen viele kleine Feste mit euch feiern...!

Wir laden euch herzlichst zur wahrhaftigen outdoor/indoor Theatermaschine 2020 ein!
Gemeinsam schauen, rezipieren, diskutieren und umdenken stehen auf dem Programm.
Vom 29. Okt.- 1.November bespielen wir ein paar Plätze [[Achtung, es könnte kalt werden]] und Bühnen in Gießen. Dort warten dann typisch-untypische angewandte Programmpunkte auf euch.

Dieses Jahr ist alles anders... und Planung ist alles. Bitte meldet euch schon im Vorraus für eure liebsten Performances an und tragt damit euren Teil dazu bei, ein Krisen-angemessenes Festival zu feiern.

Hier gehts (in Kürze) zum Analogen-Online-Programm:
www.theatermaschine-giessen.de
https://www.instagram.com/theatermaschine2020/
https://www.facebook.com/theatermaschine/

Wir freuen uns auf euch und sind schon ganz aufgeregt!
Euer ™-Team!


Wir wollen eine sichere Umgebung für alle Besucher*innen und Teilnehmer*innen schaffen. Wir bekennen uns zu Antirassismus, Anti-Sexismus, Anti-Unterdrückung und Anti-Homophobie.

Logo des Kooperationspartners Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen

Kommende Termine:

29.10.2020, Gießen

30.10.2020, Gießen

31.10.2020, Gießen

01.11.2020, Gießen

Body Boom Boom Brain im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

16:00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn

Konzept, künstlerische Leitung: Janna Pinsker und Wicki Bernhardt (ATW)
Performance: Wicki Bernhardt (ATW), Frithjof Gawenda (ATW), Johannes Karl
Ausstattung, Objekte: Arnita Jaunsubrēna
Kostüme: Martha Pinsker
Musik: Jan Preißler
Lichtdesign: Hendrik Borowski
Soundtechnik: Max Smirzitz (ATW)
künstlerische Mitarbeit: Mia Werner
Produktionsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Grafikdesign: Martin Bien (ATW)

Dieser Moment, in dem alles aus dem Ruder läuft: Wo Du am liebsten abhauen oder in einem Lavasee untertauchen willst. Wenn die Ohren heiß werden, der Kopf rot anläuft und die Hände nicht mehr wissen, wohin. Willkommen im Universum der fucking P*b*rt*t. Wäre echt nett, wenn mal jemand helfen würde. Wenn das behaarte Bein eine klare Ansage machen könnte, wie die Arme ganz lässig in den Hosentaschen verschwinden. Aber nein, eh alles zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder merkwürdig verfärbt. Ja, glotzt Ihr nur! PINSKER+BERNHARDT laden (wirklich!) alle ab 12 Jahren ein, die fucking P*b*rt*t als den ultimativen Brain-Body-Killer aller menschlichen Zustände zu ergründen. Das Theater wird dafür zum Laboratorium, in dem wachsende Pickel und Schamhaare das Kommando übernehmen, während das Personal versucht, diesem absurden Spektakel auf den Grund zu gehen.   
--

This moment, when everything gets out of control! Where you just wanna disappear or wish for the ground to swallow you up. When your ears get hot, the face turns red and your hands just don’t know where to put themselves. Welcome to the universe of p*b*rt*y. Would be real nice, if someone could help out. If only the hairy leg could make a clear announcement, just how to put those arms casually into some pockets. But no, everything is always growing, shrinking, too dry, too moist, too greasy, too big or small and weirdly colored. Yeah, just keep staring! PINSKER+BERNHARDT invite (indeed!) everyone over age 12 to explore fucking p*b*rt*y as the ultimate brain-body-killer of all human conditions. The theatre becomes a laboratory, in which pimples and pubic hair take over, while the staff tries to get to the bottom of this absurd spectacle.

 

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Kommende Termine:

01.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



02.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



03.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



04.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



05.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher

Deutschland 2020. Ein Wintermärchen

16:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Heine-Skizze von Regina Wenig
Klassenzimmerstück ab 14 Jahren

Regie: Regina Wenig, Bühne: Marius Baumgartner, Kostüme: Marielle Sokoll, Dramaturgie: Katja Herlemann, Katrin Spira

Mit
Vanessa Bärtsch, Nora Solcher (Studiojahr Schauspiel)

»Im traurigen Monat November war’s…« als Heinrich Heine zu einer letzten Reise von Frankreich nach Deutschland aufbrach. Station für Station auf dem Weg zu seiner Mutter zeichnet er ein messerscharfes Bild seiner Heimat. Heine – in Deutschland wegen seiner jüdischen Herkunft angefeindet – beschreibt das Land, das ihm nach Jahren des Exils in Frankreich so fremd wie nah ist, aus der Perspektive seines eigenen Zwiespalts: als reaktionäres Land, geprägt von Militarismus und Nationalismus mit einer Sprache, wie sie nicht schöner sein könnte (wenn man sie so zum Klingen bringt wie Heine). Heines Motive sind Heimat, Staat, Religion, Ausgrenzung und Identität – es sind Fragen, die noch immer unsere Diskurse bestimmen und auch heute so explosiv sind, wie sie es für den politischen Autor Heine 1843 waren. Die Regisseurin Regina Wenig unternimmt auf Basis von Heines Versepos eine theatrale Reise durch das Deutschland unserer Zeit und spiegelt unsere Wirklichkeit an Heines poetischen Bildern. Aus dieser motivischen Doppelbelichtung entstehen Reibungen, Widersprüche und Überraschungen.

Logo des Kooperationspartners Hochschule für Darstellende Kunst FrankfurtLogo des Kooperationspartners Schauspiel Frankfurt

Kommende Termine:

01.11.2020, Schauspiel Frankfurt

17.11.2020, Schauspiel Frankfurt

The Big Sleep

18:00 Uhr, Theaterdiscounter Berlin

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

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Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

Mo, 2. November 2020

Body Boom Boom Brain im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn

Konzept, künstlerische Leitung: Janna Pinsker und Wicki Bernhardt (ATW)
Performance: Wicki Bernhardt (ATW), Frithjof Gawenda (ATW), Johannes Karl
Ausstattung, Objekte: Arnita Jaunsubrēna
Kostüme: Martha Pinsker
Musik: Jan Preißler
Lichtdesign: Hendrik Borowski
Soundtechnik: Max Smirzitz (ATW)
künstlerische Mitarbeit: Mia Werner
Produktionsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Grafikdesign: Martin Bien (ATW)

Dieser Moment, in dem alles aus dem Ruder läuft: Wo Du am liebsten abhauen oder in einem Lavasee untertauchen willst. Wenn die Ohren heiß werden, der Kopf rot anläuft und die Hände nicht mehr wissen, wohin. Willkommen im Universum der fucking P*b*rt*t. Wäre echt nett, wenn mal jemand helfen würde. Wenn das behaarte Bein eine klare Ansage machen könnte, wie die Arme ganz lässig in den Hosentaschen verschwinden. Aber nein, eh alles zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder merkwürdig verfärbt. Ja, glotzt Ihr nur! PINSKER+BERNHARDT laden (wirklich!) alle ab 12 Jahren ein, die fucking P*b*rt*t als den ultimativen Brain-Body-Killer aller menschlichen Zustände zu ergründen. Das Theater wird dafür zum Laboratorium, in dem wachsende Pickel und Schamhaare das Kommando übernehmen, während das Personal versucht, diesem absurden Spektakel auf den Grund zu gehen.   
--

This moment, when everything gets out of control! Where you just wanna disappear or wish for the ground to swallow you up. When your ears get hot, the face turns red and your hands just don’t know where to put themselves. Welcome to the universe of p*b*rt*y. Would be real nice, if someone could help out. If only the hairy leg could make a clear announcement, just how to put those arms casually into some pockets. But no, everything is always growing, shrinking, too dry, too moist, too greasy, too big or small and weirdly colored. Yeah, just keep staring! PINSKER+BERNHARDT invite (indeed!) everyone over age 12 to explore fucking p*b*rt*y as the ultimate brain-body-killer of all human conditions. The theatre becomes a laboratory, in which pimples and pubic hair take over, while the staff tries to get to the bottom of this absurd spectacle.

 

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Kommende Termine:

01.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



02.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



03.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



04.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



05.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher

Di, 3. November 2020

Body Boom Boom Brain im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn

Konzept, künstlerische Leitung: Janna Pinsker und Wicki Bernhardt (ATW)
Performance: Wicki Bernhardt (ATW), Frithjof Gawenda (ATW), Johannes Karl
Ausstattung, Objekte: Arnita Jaunsubrēna
Kostüme: Martha Pinsker
Musik: Jan Preißler
Lichtdesign: Hendrik Borowski
Soundtechnik: Max Smirzitz (ATW)
künstlerische Mitarbeit: Mia Werner
Produktionsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Grafikdesign: Martin Bien (ATW)

Dieser Moment, in dem alles aus dem Ruder läuft: Wo Du am liebsten abhauen oder in einem Lavasee untertauchen willst. Wenn die Ohren heiß werden, der Kopf rot anläuft und die Hände nicht mehr wissen, wohin. Willkommen im Universum der fucking P*b*rt*t. Wäre echt nett, wenn mal jemand helfen würde. Wenn das behaarte Bein eine klare Ansage machen könnte, wie die Arme ganz lässig in den Hosentaschen verschwinden. Aber nein, eh alles zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder merkwürdig verfärbt. Ja, glotzt Ihr nur! PINSKER+BERNHARDT laden (wirklich!) alle ab 12 Jahren ein, die fucking P*b*rt*t als den ultimativen Brain-Body-Killer aller menschlichen Zustände zu ergründen. Das Theater wird dafür zum Laboratorium, in dem wachsende Pickel und Schamhaare das Kommando übernehmen, während das Personal versucht, diesem absurden Spektakel auf den Grund zu gehen.   
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This moment, when everything gets out of control! Where you just wanna disappear or wish for the ground to swallow you up. When your ears get hot, the face turns red and your hands just don’t know where to put themselves. Welcome to the universe of p*b*rt*y. Would be real nice, if someone could help out. If only the hairy leg could make a clear announcement, just how to put those arms casually into some pockets. But no, everything is always growing, shrinking, too dry, too moist, too greasy, too big or small and weirdly colored. Yeah, just keep staring! PINSKER+BERNHARDT invite (indeed!) everyone over age 12 to explore fucking p*b*rt*y as the ultimate brain-body-killer of all human conditions. The theatre becomes a laboratory, in which pimples and pubic hair take over, while the staff tries to get to the bottom of this absurd spectacle.

 

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Kommende Termine:

01.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



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Einlass endet 10 Min. vorher



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04.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

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05.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

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Mi, 4. November 2020

Body Boom Boom Brain im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn

Konzept, künstlerische Leitung: Janna Pinsker und Wicki Bernhardt (ATW)
Performance: Wicki Bernhardt (ATW), Frithjof Gawenda (ATW), Johannes Karl
Ausstattung, Objekte: Arnita Jaunsubrēna
Kostüme: Martha Pinsker
Musik: Jan Preißler
Lichtdesign: Hendrik Borowski
Soundtechnik: Max Smirzitz (ATW)
künstlerische Mitarbeit: Mia Werner
Produktionsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Grafikdesign: Martin Bien (ATW)

Dieser Moment, in dem alles aus dem Ruder läuft: Wo Du am liebsten abhauen oder in einem Lavasee untertauchen willst. Wenn die Ohren heiß werden, der Kopf rot anläuft und die Hände nicht mehr wissen, wohin. Willkommen im Universum der fucking P*b*rt*t. Wäre echt nett, wenn mal jemand helfen würde. Wenn das behaarte Bein eine klare Ansage machen könnte, wie die Arme ganz lässig in den Hosentaschen verschwinden. Aber nein, eh alles zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder merkwürdig verfärbt. Ja, glotzt Ihr nur! PINSKER+BERNHARDT laden (wirklich!) alle ab 12 Jahren ein, die fucking P*b*rt*t als den ultimativen Brain-Body-Killer aller menschlichen Zustände zu ergründen. Das Theater wird dafür zum Laboratorium, in dem wachsende Pickel und Schamhaare das Kommando übernehmen, während das Personal versucht, diesem absurden Spektakel auf den Grund zu gehen.   
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This moment, when everything gets out of control! Where you just wanna disappear or wish for the ground to swallow you up. When your ears get hot, the face turns red and your hands just don’t know where to put themselves. Welcome to the universe of p*b*rt*y. Would be real nice, if someone could help out. If only the hairy leg could make a clear announcement, just how to put those arms casually into some pockets. But no, everything is always growing, shrinking, too dry, too moist, too greasy, too big or small and weirdly colored. Yeah, just keep staring! PINSKER+BERNHARDT invite (indeed!) everyone over age 12 to explore fucking p*b*rt*y as the ultimate brain-body-killer of all human conditions. The theatre becomes a laboratory, in which pimples and pubic hair take over, while the staff tries to get to the bottom of this absurd spectacle.

 

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Kommende Termine:

01.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



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Einlass endet 10 Min. vorher



03.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



04.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



05.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

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Do, 5. November 2020

Body Boom Boom Brain im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vor Vorstellungsbeginn

Konzept, künstlerische Leitung: Janna Pinsker und Wicki Bernhardt (ATW)
Performance: Wicki Bernhardt (ATW), Frithjof Gawenda (ATW), Johannes Karl
Ausstattung, Objekte: Arnita Jaunsubrēna
Kostüme: Martha Pinsker
Musik: Jan Preißler
Lichtdesign: Hendrik Borowski
Soundtechnik: Max Smirzitz (ATW)
künstlerische Mitarbeit: Mia Werner
Produktionsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Grafikdesign: Martin Bien (ATW)

Dieser Moment, in dem alles aus dem Ruder läuft: Wo Du am liebsten abhauen oder in einem Lavasee untertauchen willst. Wenn die Ohren heiß werden, der Kopf rot anläuft und die Hände nicht mehr wissen, wohin. Willkommen im Universum der fucking P*b*rt*t. Wäre echt nett, wenn mal jemand helfen würde. Wenn das behaarte Bein eine klare Ansage machen könnte, wie die Arme ganz lässig in den Hosentaschen verschwinden. Aber nein, eh alles zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder merkwürdig verfärbt. Ja, glotzt Ihr nur! PINSKER+BERNHARDT laden (wirklich!) alle ab 12 Jahren ein, die fucking P*b*rt*t als den ultimativen Brain-Body-Killer aller menschlichen Zustände zu ergründen. Das Theater wird dafür zum Laboratorium, in dem wachsende Pickel und Schamhaare das Kommando übernehmen, während das Personal versucht, diesem absurden Spektakel auf den Grund zu gehen.   
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This moment, when everything gets out of control! Where you just wanna disappear or wish for the ground to swallow you up. When your ears get hot, the face turns red and your hands just don’t know where to put themselves. Welcome to the universe of p*b*rt*y. Would be real nice, if someone could help out. If only the hairy leg could make a clear announcement, just how to put those arms casually into some pockets. But no, everything is always growing, shrinking, too dry, too moist, too greasy, too big or small and weirdly colored. Yeah, just keep staring! PINSKER+BERNHARDT invite (indeed!) everyone over age 12 to explore fucking p*b*rt*y as the ultimate brain-body-killer of all human conditions. The theatre becomes a laboratory, in which pimples and pubic hair take over, while the staff tries to get to the bottom of this absurd spectacle.

 

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Kommende Termine:

01.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



02.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



03.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher



04.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

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05.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm

Einlass endet 10 Min. vorher

The Big Sleep

20:00 Uhr, Roxy Birsfelden

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

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Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

Tender Fights im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

20:00 Uhr, Frankfurt LAB

Konzept: Marja Christians (CuP, Gießen)
Performance: Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians

Drei Personen treffen sich in einem heißen Sommer an dem für sie einzig möglichen Ort. Sie blicken auf das Meer und fragen: „Was wollen und brauchen wir von Körpern auf der Bühne in 2020?“ In „Tender Fights“ erforschen Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians Wissen, das in ihre Körper eingeschrieben ist. Ihre Körper erzählen von widerständigen Praktiken, sichtbar in physischen Taten: wach sein, einander zuhören, für sich und andere aufstehen, überhaupt aufstehen. Sie beginnen dort, wo Wissen in unseren Körpern im Alltag sichtbar und verhandelbar ist, und schauen, wie dies funktioniert. Die drei treten den Kämpfen gegenüber und erkunden Grenzen und Visionen der Zärtlichkeit, die sie in diese Auseinandersetzungen pflanzen.

Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians lernten sich während ihres Masterstudiums „Choreographie und Performance“ an der Justus-Liebig-Universität in Gießen kennen. Mit „Tender Fights“ setzen sie ihre Körperstudien aus queer-feministischer Perspektive fort, die sie zusammen und in anderen Konstellationen u.a. als Teil des Kollektivs Christians//Schwenk begonnen haben. Mit Humor und analytischer Schärfe nutzen die Künstlerinnen die Kraft der Performance, um gewohnte Wahrnehmungsmuster und Körperbilder zu verqueren und auf Machtstrukturen aufmerksam zu machen.

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Kommende Termine:

05.11.2020, Frankfurt LAB

06.11.2020, Frankfurt LAB

Fr, 6. November 2020

Tender Fights im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Frankfurt LAB

Konzept: Marja Christians (CuP, Gießen)
Performance: Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians

Drei Personen treffen sich in einem heißen Sommer an dem für sie einzig möglichen Ort. Sie blicken auf das Meer und fragen: „Was wollen und brauchen wir von Körpern auf der Bühne in 2020?“ In „Tender Fights“ erforschen Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians Wissen, das in ihre Körper eingeschrieben ist. Ihre Körper erzählen von widerständigen Praktiken, sichtbar in physischen Taten: wach sein, einander zuhören, für sich und andere aufstehen, überhaupt aufstehen. Sie beginnen dort, wo Wissen in unseren Körpern im Alltag sichtbar und verhandelbar ist, und schauen, wie dies funktioniert. Die drei treten den Kämpfen gegenüber und erkunden Grenzen und Visionen der Zärtlichkeit, die sie in diese Auseinandersetzungen pflanzen.

Ana Dubljević, Kasia Kania, Marja Christians lernten sich während ihres Masterstudiums „Choreographie und Performance“ an der Justus-Liebig-Universität in Gießen kennen. Mit „Tender Fights“ setzen sie ihre Körperstudien aus queer-feministischer Perspektive fort, die sie zusammen und in anderen Konstellationen u.a. als Teil des Kollektivs Christians//Schwenk begonnen haben. Mit Humor und analytischer Schärfe nutzen die Künstlerinnen die Kraft der Performance, um gewohnte Wahrnehmungsmuster und Körperbilder zu verqueren und auf Machtstrukturen aufmerksam zu machen.

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Kommende Termine:

05.11.2020, Frankfurt LAB

06.11.2020, Frankfurt LAB

SNAKEDRIVER (UA)

20:00 Uhr, Stadttheater Gießen

Inszenierung, Musik und Bühne: Markolf Naujoks | Kostüme: Theda Schoppe | Zeichnungen: Ole Tillmann | Regieassistenz und Abendspielleitung: Anton Humpe (Angewandte Theaterwissenschaft, Uni Gießen) | Dramaturgie: Lucia Kramer

Jung sein kann der Horror sein, insbesondere in der Provinz. In dieser Gothic-, Mystery- und Milieustudie verbindet sich Live-Comic mit Theater, Singer-Songwriter-Indie-Folk mit dunklen elektronischen Sounds und Beats: Vier Jugendliche, allein in einem verfallenen Dorf. Keine Erwachsenen, keine staatliche Macht – keine Vorschriften und Regeln. Und kein Handyempfang: Niemand, der sie aufhalten könnte. Nachts treffen sie sich an einer stillgelegten Tankstelle, drehen die Musik auf, lassen die Motoren heulen, liefern sich wilde Rennen über die Landstraße. Bis etwas passiert, das alles verändert.

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Kommende Termine:

06.11.2020, Stadttheater Gießen

Tickets

The Big Sleep

20:00 Uhr, Roxy Birsfelden

Performance von Hecke/Rauter/Willmann

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Bühne: Andi Willmann
Produktionsleitung: Nora Schneider
Dramaturgische Beratung: Nadine Vollmer
Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss

Ich denk, das Tier ist tot. Ich weiß, das ist immer widersprüchlich: Einmal willst du, dass es lebt und dann sagst du, es ist tot. Du kannst das nur versuchen, dass es wieder lebt, aber das wirst du nie hinkriegen. Es ist tot und es ist auch nur die Haut. Das Tier ist weg.
Lydia Mädler, Tierpräparatorin aus Frohburg

Der Tod ist die Voraussetzung der Taxidermie und doch ahmen Tierpräparate Lebendigkeit nach. Mit „The Big Sleep“ widmen sich die Theatermacher*innen Alisa M. Hecke, Julian Rauter und Andi Willmann szenisch jener Kulturpraxis, die dem Verfall und dem Vergessen trotzt, indem sie versucht, natürliche Verwesungsprozesse aufzuhalten. Die in lebendigem Ausdruck gestalteten Tiere erwidern den Blick des Menschen, lassen ihn so selbst zum Gegenstand der Befragung werden: Unter Verwendung von angeeigneten Interviewauszügen mit Tierpräparator*innen reflektieren drei Performer*innen anhand der (Haustier-)Präparation über den menschlichen Umgang mit Verlust, die Repräsentation von Leben und das darin liegende Versprechen von Bewegung. Wie wird lebendiger Ausdruck und bevorstehende Dynamik dargestellt, wie ein unverwechselbarer Charakter eingefangen? Wie transportieren Körper Erinnerungen und Erzählungen? Die Performance ist eine humorvolle Untersuchung dieser Unterscheidungen anhand von Motiven des nature morte, des Stilllebens, sowie durch Neukombination und Transformation von Menschen, Tierkörpern, szenografischen Objekten und Landschaftselementen. Es entsteht eine befremdliche Intimität zwischen Tod und dem Widerschein von Leben, von Handwerk und Metaphysik.

Hecke/Rauter/Willmann realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, die sich aus Theater, Medienkunst und Architektur speisen. Ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt „The Big Sleep“, das 2020 in Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet.

Dauer: 90 Minuten

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Kommende Termine:

29.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

30.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

31.10.2020, Theaterdiscounter Berlin

01.11.2020, Theaterdiscounter Berlin

05.11.2020, Roxy Birsfelden

06.11.2020, Roxy Birsfelden

Di, 10. November 2020

01111000 im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

20:00 Uhr, Frankfurt LAB

Konzept: Gry Tingskog (CuP, Gießen)
Performance: Gry Tingskog, Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli, Chloe Chignell

„Eine fehlende Verbindung – eine gebrochene Verknüpfung. Etwas bewegt sich schwebend durch das Feld. Durcheinander gebracht, ungewebt in Fasern, es verliert sich in anderen Verarbeitungen. Wir sind die Gewebe und das Begehren, die Mikroprozesse, die es anmachen. Unbestimmte Gefühle durchziehen den Raum, ein Abdruck und ein Eindruck um sich festzuhalten. Muster weben um die Form zu brechen – dies funktioniert nur durch den Zusammenbruch“.

Die Stücke der jungen Choreografin Gry Tingskog bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Malerei und Skulptur. In ihren Experimenten aus Körpern, Stoffen und Technologien verbindet sie organische und anorganische Texturen, um Übergänge zwischen Sinnesebenen durcheinanderzubringen. Zusammen mit Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli und Chloe Chignell verknüpft Tingskog in ihrer neuen Kollaboration „01111000“ nach dem DIY-Prinzip selbst entwickelte E-Textilien mit Codes, Text und Geräuschen zu fragilen Choreografien, die sich als Materialerforschungen auf die Suche nach der merkwürdigen Poesie des Nichts begeben.

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Kommende Termine:

10.11.2020, Frankfurt LAB

11.11.2020, Frankfurt LAB

12.11.2020, Frankfurt LAB

Mi, 11. November 2020

01111000 im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

18:00 Uhr, Frankfurt LAB

Konzept: Gry Tingskog (CuP, Gießen)
Performance: Gry Tingskog, Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli, Chloe Chignell

„Eine fehlende Verbindung – eine gebrochene Verknüpfung. Etwas bewegt sich schwebend durch das Feld. Durcheinander gebracht, ungewebt in Fasern, es verliert sich in anderen Verarbeitungen. Wir sind die Gewebe und das Begehren, die Mikroprozesse, die es anmachen. Unbestimmte Gefühle durchziehen den Raum, ein Abdruck und ein Eindruck um sich festzuhalten. Muster weben um die Form zu brechen – dies funktioniert nur durch den Zusammenbruch“.

Die Stücke der jungen Choreografin Gry Tingskog bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Malerei und Skulptur. In ihren Experimenten aus Körpern, Stoffen und Technologien verbindet sie organische und anorganische Texturen, um Übergänge zwischen Sinnesebenen durcheinanderzubringen. Zusammen mit Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli und Chloe Chignell verknüpft Tingskog in ihrer neuen Kollaboration „01111000“ nach dem DIY-Prinzip selbst entwickelte E-Textilien mit Codes, Text und Geräuschen zu fragilen Choreografien, die sich als Materialerforschungen auf die Suche nach der merkwürdigen Poesie des Nichts begeben.

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Kommende Termine:

10.11.2020, Frankfurt LAB

11.11.2020, Frankfurt LAB

12.11.2020, Frankfurt LAB

Do, 12. November 2020

HTA-Ringvorlesung: Theater und die Krise der Demokratie | Carsten Nicolai

18:30 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Die Demokratie westlicher Prägung ist in einer Krise: Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung gehen mit der Entwertung der alten Akteure und Institutionen einher, etwa der Nation und ihres Parlaments. Vielerorts ist die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen die Antwort. Vor diesem Hintergrund lädt die Ringvorlesung Künstler*innen des Festivals „Frankfurter Positionen 2021“ und Wissenschaftler*innen aus den mit Theater und Performance beschäftigten Disziplinen dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Wie reagieren neue Formen des Theaters, der Choreografie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf diese Krise? Wie geht sie in ihre Formen, Organisationsweisen und Inhalte ein?

Gast: Carsten Nicolai (Künstler und Musiker)

Beeinflusst von wissenschaftlichen Bezugssystemen beschäftigt sich Nicolai häufig mit mathematischen Mustern wie Grids und Codes, aber auch mit Fehlern, Zufall und selbstorganisierenden Strukturen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine elegante und konsequent minimalistische Ästhetik aus.

Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Deutsch

Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort als auch im Live-Stream (via Zoom) statt. Anmeldung in beiden Fällen unter dramaturgie_at_mousonturm.de mit dem Betreff „HTA“

Logo des Kooperationspartners: Goethe Universität Frankfurt am Main Logo des Kooperatiosnpartners: Künstlerhaus Mousonturm Logo des Kooperationspartners: Hessische Theaterakademie

Kommende Termine:

12.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

31.10.2020, Schauspiel Frankfurt

12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

01111000 im Rahmen des Tanzfestival Rhein-Main 2020

21:00 Uhr, Frankfurt LAB

Konzept: Gry Tingskog (CuP, Gießen)
Performance: Gry Tingskog, Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli, Chloe Chignell

„Eine fehlende Verbindung – eine gebrochene Verknüpfung. Etwas bewegt sich schwebend durch das Feld. Durcheinander gebracht, ungewebt in Fasern, es verliert sich in anderen Verarbeitungen. Wir sind die Gewebe und das Begehren, die Mikroprozesse, die es anmachen. Unbestimmte Gefühle durchziehen den Raum, ein Abdruck und ein Eindruck um sich festzuhalten. Muster weben um die Form zu brechen – dies funktioniert nur durch den Zusammenbruch“.

Die Stücke der jungen Choreografin Gry Tingskog bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Malerei und Skulptur. In ihren Experimenten aus Körpern, Stoffen und Technologien verbindet sie organische und anorganische Texturen, um Übergänge zwischen Sinnesebenen durcheinanderzubringen. Zusammen mit Amina Szecsödy, Rodrigo Andreolli und Chloe Chignell verknüpft Tingskog in ihrer neuen Kollaboration „01111000“ nach dem DIY-Prinzip selbst entwickelte E-Textilien mit Codes, Text und Geräuschen zu fragilen Choreografien, die sich als Materialerforschungen auf die Suche nach der merkwürdigen Poesie des Nichts begeben.

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10.11.2020, Frankfurt LAB

11.11.2020, Frankfurt LAB

12.11.2020, Frankfurt LAB

Fr, 13. November 2020

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

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12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Sa, 14. November 2020

Le Grand Sommeil

14:00 Uhr, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

Kurzstück
im Rahmen des interdisziplinären Kunstprojekts zur Taxidermie „The Big Sleep“

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Technik: Max Wileschek / Produktionsleitung: Nora Schneider / Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss / Live-Präparation: Jean-Marie Zumstein

The core of the museum – naturally to museums – is the collection. This is the major goal: We have to collect, we have to study, we have to identify, we have to preserve these specimen for the coming generations. At the moment you present something, the tragedy begins. But we need to present, we need to have an exhibition. If I were a good director, I would never have an exhibition. To present specimen is to begin to detolerate them, to destroy them, because all these specimen are very fragile, they don't like light, they don't like humidity, they don't like high or low temperature. So this is a trade-off.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Der Kern des Museums ist natürlich die Sammlung. Wir sammeln, forschund und identifizieren, um die Tiere für die kommende Generation aufzubewahren. In dem Moment, in dem sie präsentiert werden, beginnt eigentlich die Tragödie. Wenn ich ein guter Museumsdirektor wäre, dann würde ich niemals eine Ausstellung machen. Die Tiere zu präsentieren bedeutet, sie zu zerstören, weil all diese Exponate sehr zerbrechlich sind. Sie mögen kein Licht, keine Feuchtigkeit, keine hohe oder niedrige Temperatur. Das ist also ein Kompromiss.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Le Grand Sommeil zeigt eine sich sukzessive verändernde Skulptur aus Menschen und Tieren und unterläuft so die etablierte museale Aufteilung in exponierte Tierpräparate einerseits und menschliche Betrachter*innen andererseits: Inmitten von Exponaten berichten drei Performer*innen über das Privileg, Tiere aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie schildern die Herausforderungen korrekter und artspezifischer Darstellung wie auch die Grenzen des präparatorisch Machbaren – unter anderem bei mikroskopisch kleinen Arten. Vor dem Hintergrund der Vielfalt an Kleinem und Unscheinbarem dieser Welt ruft das Stück den Diskurs um Artenverfall und den Verlust an Biodiversität auf.
Das 30-minütige Kurzstück wird flankiert von einer Live-Präparation.

Hecke/Rauter realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt The Big Sleep.

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Kommende Termine:

14.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

14.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

15.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

Le Grand Sommeil

17:00 Uhr, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

Kurzstück
im Rahmen des interdisziplinären Kunstprojekts zur Taxidermie „The Big Sleep“

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Technik: Max Wileschek / Produktionsleitung: Nora Schneider / Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss / Live-Präparation: Jean-Marie Zumstein

The core of the museum – naturally to museums – is the collection. This is the major goal: We have to collect, we have to study, we have to identify, we have to preserve these specimen for the coming generations. At the moment you present something, the tragedy begins. But we need to present, we need to have an exhibition. If I were a good director, I would never have an exhibition. To present specimen is to begin to detolerate them, to destroy them, because all these specimen are very fragile, they don't like light, they don't like humidity, they don't like high or low temperature. So this is a trade-off.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Der Kern des Museums ist natürlich die Sammlung. Wir sammeln, forschund und identifizieren, um die Tiere für die kommende Generation aufzubewahren. In dem Moment, in dem sie präsentiert werden, beginnt eigentlich die Tragödie. Wenn ich ein guter Museumsdirektor wäre, dann würde ich niemals eine Ausstellung machen. Die Tiere zu präsentieren bedeutet, sie zu zerstören, weil all diese Exponate sehr zerbrechlich sind. Sie mögen kein Licht, keine Feuchtigkeit, keine hohe oder niedrige Temperatur. Das ist also ein Kompromiss.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Le Grand Sommeil zeigt eine sich sukzessive verändernde Skulptur aus Menschen und Tieren und unterläuft so die etablierte museale Aufteilung in exponierte Tierpräparate einerseits und menschliche Betrachter*innen andererseits: Inmitten von Exponaten berichten drei Performer*innen über das Privileg, Tiere aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie schildern die Herausforderungen korrekter und artspezifischer Darstellung wie auch die Grenzen des präparatorisch Machbaren – unter anderem bei mikroskopisch kleinen Arten. Vor dem Hintergrund der Vielfalt an Kleinem und Unscheinbarem dieser Welt ruft das Stück den Diskurs um Artenverfall und den Verlust an Biodiversität auf.
Das 30-minütige Kurzstück wird flankiert von einer Live-Präparation.

Hecke/Rauter realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt The Big Sleep.

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14.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

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So, 15. November 2020

El jardín de los espíritus

12:00 Uhr, Streambar über screen_ (Anmeldung zum Newsletter der Plattform notwendig)

Nach ihrer Abschlussarbeit white labyrinth (2019), führte Lili Lu mithilfe des HTA Postgraduierten Stipendiums ihre Recherche über Privileg und Weißsein fort. el jardín de los espíritus ist eine performative Forschungsarbeit, für die Lu Anfang des Jahres nach Kolumbien, das Heimatland ihrer Mutter, reiste. Hier entwickelte sie die Figur des ‘weißen Geistes’. 

el jardín de los espíritus (der Garten der Geister) beschäftigt sich u.a. mit dem Konzept des ‘happylands’. Tupoka Ogette beschreibt so den Zustand, bevor sich ein weißer Mensch mit ihrer/seiner Hautfarbe auseinandergesetzt hat. Hier genießt der weiße Geist noch in vollen Zügen ihr Privileg, schlürft Sprudelwasser am Pool, geht mit seinem Haustier (einem Netz) spazieren und tanzt in den Pfützen des tropischen Regens der letzten Nacht. Der Performance setzt Lu Gespräche über das koloniale Erbe innerhalb ihrer Familie entgegen.  

el jardín de los espíritus wird Mitte November auf der Plattform screen_ (NY) veröffentlicht, welche sich auf E-mail Kunst fokussiert. Um die Ausstellung in ihr Postfach zu bekommen, können Sie sich hier für den Newsletter anmelden. 

Lili Lu’s künstlerische Arbeit kombiniert akademische Recherche mit dem alltäglichen Leben. Über eine verletzliche und ehrliche Auseinandersetzung, möchte sie einen Ort für Reflexion und Dialog öffnen. Ihre Ausbildung als Schauspielerin und Künstlerin schafft eine interdisziplinäre Vision, die durch filmische Metaphorik und Performance Kunst sozial-politische Themen auf eine persönliche Ebene bringt.

 

Kommende Termine:

15.11.2020, Streambar über screen_ (Anmeldung zum Newsletter der Plattform notwendig)

Weiterleitung zur Newsletteranmeldung von screen_

Le Grand Sommeil

14:00 Uhr, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

Kurzstück
im Rahmen des interdisziplinären Kunstprojekts zur Taxidermie „The Big Sleep“

Künstlerische Leitung: Alisa M. Hecke, Julian Rauter / Technik: Max Wileschek / Produktionsleitung: Nora Schneider / Performance: Katharina Bill, Malte Scholz, Nina Maria Wyss / Live-Präparation: Jean-Marie Zumstein

The core of the museum – naturally to museums – is the collection. This is the major goal: We have to collect, we have to study, we have to identify, we have to preserve these specimen for the coming generations. At the moment you present something, the tragedy begins. But we need to present, we need to have an exhibition. If I were a good director, I would never have an exhibition. To present specimen is to begin to detolerate them, to destroy them, because all these specimen are very fragile, they don't like light, they don't like humidity, they don't like high or low temperature. So this is a trade-off.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Der Kern des Museums ist natürlich die Sammlung. Wir sammeln, forschund und identifizieren, um die Tiere für die kommende Generation aufzubewahren. In dem Moment, in dem sie präsentiert werden, beginnt eigentlich die Tragödie. Wenn ich ein guter Museumsdirektor wäre, dann würde ich niemals eine Ausstellung machen. Die Tiere zu präsentieren bedeutet, sie zu zerstören, weil all diese Exponate sehr zerbrechlich sind. Sie mögen kein Licht, keine Feuchtigkeit, keine hohe oder niedrige Temperatur. Das ist also ein Kompromiss.
Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums Lausanne (CH)

Le Grand Sommeil zeigt eine sich sukzessive verändernde Skulptur aus Menschen und Tieren und unterläuft so die etablierte museale Aufteilung in exponierte Tierpräparate einerseits und menschliche Betrachter*innen andererseits: Inmitten von Exponaten berichten drei Performer*innen über das Privileg, Tiere aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie schildern die Herausforderungen korrekter und artspezifischer Darstellung wie auch die Grenzen des präparatorisch Machbaren – unter anderem bei mikroskopisch kleinen Arten. Vor dem Hintergrund der Vielfalt an Kleinem und Unscheinbarem dieser Welt ruft das Stück den Diskurs um Artenverfall und den Verlust an Biodiversität auf.
Das 30-minütige Kurzstück wird flankiert von einer Live-Präparation.

Hecke/Rauter realisieren gemeinsam interdisziplinäre Projekte zwischen Performance und Installation, ihre vielschichtigen Textgefüge, Sound- oder Bildcollagen werden in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt. Wiederkehrendes Motiv ist der (Bühnen-)Körper und seine Repräsentation, an dessen Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Körperlichkeit sie szenisch forschen. Seit 2016 recherchieren sie zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen hin zu Orten der Erinnerung. Die Bekenntnisse der interviewten Expert*innen geben Aufschluss über den menschlichen Wunsch nach Erhalt – und ihre Strategien der Konservierung – natürlicher Diversität und ästhetischer Vielfalt. Das audio-visuelle Archiv ist Materialkorpus für das interdisziplinäre Kunstprojekt The Big Sleep.

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14.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

14.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

15.11.2020, Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève

Mo, 16. November 2020

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Di, 17. November 2020

Deutschland 2020. Ein Wintermärchen

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Heine-Skizze von Regina Wenig
Klassenzimmerstück ab 14 Jahren

Regie: Regina Wenig, Bühne: Marius Baumgartner, Kostüme: Marielle Sokoll, Dramaturgie: Katja Herlemann, Katrin Spira

Mit
Vanessa Bärtsch, Nora Solcher (Studiojahr Schauspiel)

»Im traurigen Monat November war’s…« als Heinrich Heine zu einer letzten Reise von Frankreich nach Deutschland aufbrach. Station für Station auf dem Weg zu seiner Mutter zeichnet er ein messerscharfes Bild seiner Heimat. Heine – in Deutschland wegen seiner jüdischen Herkunft angefeindet – beschreibt das Land, das ihm nach Jahren des Exils in Frankreich so fremd wie nah ist, aus der Perspektive seines eigenen Zwiespalts: als reaktionäres Land, geprägt von Militarismus und Nationalismus mit einer Sprache, wie sie nicht schöner sein könnte (wenn man sie so zum Klingen bringt wie Heine). Heines Motive sind Heimat, Staat, Religion, Ausgrenzung und Identität – es sind Fragen, die noch immer unsere Diskurse bestimmen und auch heute so explosiv sind, wie sie es für den politischen Autor Heine 1843 waren. Die Regisseurin Regina Wenig unternimmt auf Basis von Heines Versepos eine theatrale Reise durch das Deutschland unserer Zeit und spiegelt unsere Wirklichkeit an Heines poetischen Bildern. Aus dieser motivischen Doppelbelichtung entstehen Reibungen, Widersprüche und Überraschungen.

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01.11.2020, Schauspiel Frankfurt

17.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Mi, 18. November 2020

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Do, 19. November 2020

HTA-Ringvorlesung: Theater und die Krise der Demokratie | Ulrike Haß

18:30 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Die Demokratie westlicher Prägung ist in einer Krise: Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung gehen mit der Entwertung der alten Akteure und Institutionen einher, etwa der Nation und ihres Parlaments. Vielerorts ist die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen die Antwort. Vor diesem Hintergrund lädt die Ringvorlesung Künstler*innen des Festivals „Frankfurter Positionen 2021“ und Wissenschaftler*innen aus den mit Theater und Performance beschäftigten Disziplinen dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Wie reagieren neue Formen des Theaters, der Choreografie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf diese Krise? Wie geht sie in ihre Formen, Organisationsweisen und Inhalte ein?

Gästin: Prof. Dr. Ulrike Haß (Theaterwissenschaftlerin)

Im November 2020 erscheint ihre lange erwartete Studie „Kraftwerk Chor. Aischylos, Sophokles, Kleist, Beckett, Jelinek“. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt von der Beobachtung, dass Demokratie, Tragödie und die genealogische Ordnung im Namen des Mannes zur selben Zeit entstehen und untersucht die Doppelstruktur von Chor und Protagonist.

Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Deutsch

Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort als auch im Live-Stream (via Zoom) statt. Anmeldung in beiden Fällen unter dramaturgie_at_mousonturm.de mit dem Betreff „HTA“

Logo des Kooperationspartners: Goethe Universität Frankfurt am Main Logo des Kooperatiosnpartners: Künstlerhaus Mousonturm Logo des Kooperationspartners: Hessische Theaterakademie

Kommende Termine:

19.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

31.10.2020, Schauspiel Frankfurt

12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Examenskonzert mit Werken von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms

19:30 Uhr, Stadttheater Gießen

Musikalische Leitung: Martin Spahr | SolistInnen: Alexander Kisch, Yu Gyeong Jeong – Violine, Bogdan Kisch – Violoncello, Adrian Fischer – Klavier | Philharmonisches Orchester Gießen

Beethovens Tripelkonzert für Violine, Cello, Klavier und Orchester ist ein Solitär im Repertoire, auf halbem Weg zwischen der Sinfonia concertante des 18. und dem virtuosen Instrumentalkonzert des 19. Jahrhunderts. Der Klavierpart war für Beethovens Schüler Erzherzog Rudolph gedacht. Während Beethoven im Finale „Rondo alla polacca“ polnische Rhythmen verwendet, besitzt das zweite Werk des Abends, Brahms' Violinkonzert, einen ungarisch gefärbten Schlusssatz; in diesem Werk verbindet er damit wie selten seine formale Meisterschaft mit seiner Freude an lebendiger, rhythmisch mitreißender Volksmelodik.

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Kommende Termine:

19.11.2020, Stadttheater Gießen

Tickets

Fr, 20. November 2020

GOOD NIGHT

19:30 Uhr

mit Judith Altmeyer (Bachelor ATW Gießen), Daniel Degeest & Lukas Deuschel | Regie: Jan Philipp Stange

Bühne: Jakob Engel | Licht: Simon Möllendorf | Dramaturgie: Björn Fischer | Musik: Jacob Bussmann, Jakob Engel | Produktion: Carmen Salinas | Regieassistenz: Nellie Mußmann | Ausstattungsassistenz: Kim-Lotte Stöger | Bühnenassistenz: Lukas Deuschel | Bild: Anton Engel

Und ist es nicht der schönste Moment, wenn ein Theaterstück zu Ende ist und man wieder nach Hause gehen kann? Auf unklarem Wege, in die dunkelste Nacht, wenn die Sterne hell leuchten und der schmerzende Kopf, dieser erschütternde Fehlschlag göttlichen Rangs, langsam ablässt vom Tag - in diese Nacht verabschieden wir uns. Von allem und jedem, von Sinn und Verstand, von Lüge und Wahrheit, Tag und Nacht. 

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Kommende Termine:

20.11.2020

21.11.2020

22.11.2020

Eternal Peace

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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Kommende Termine:

20.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

14.12.2020, Schauspiel Frankfurt

17.12.2020, Schauspiel Frankfurt

18.12.2020, Schauspiel Frankfurt

Sa, 21. November 2020

GOOD NIGHT

19:30 Uhr

mit Judith Altmeyer (Bachelor ATW Gießen), Daniel Degeest & Lukas Deuschel | Regie: Jan Philipp Stange

Bühne: Jakob Engel | Licht: Simon Möllendorf | Dramaturgie: Björn Fischer | Musik: Jacob Bussmann, Jakob Engel | Produktion: Carmen Salinas | Regieassistenz: Nellie Mußmann | Ausstattungsassistenz: Kim-Lotte Stöger | Bühnenassistenz: Lukas Deuschel | Bild: Anton Engel

Und ist es nicht der schönste Moment, wenn ein Theaterstück zu Ende ist und man wieder nach Hause gehen kann? Auf unklarem Wege, in die dunkelste Nacht, wenn die Sterne hell leuchten und der schmerzende Kopf, dieser erschütternde Fehlschlag göttlichen Rangs, langsam ablässt vom Tag - in diese Nacht verabschieden wir uns. Von allem und jedem, von Sinn und Verstand, von Lüge und Wahrheit, Tag und Nacht. 

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Kommende Termine:

20.11.2020

21.11.2020

22.11.2020

So, 22. November 2020

GOOD NIGHT

19:30 Uhr

mit Judith Altmeyer (Bachelor ATW Gießen), Daniel Degeest & Lukas Deuschel | Regie: Jan Philipp Stange

Bühne: Jakob Engel | Licht: Simon Möllendorf | Dramaturgie: Björn Fischer | Musik: Jacob Bussmann, Jakob Engel | Produktion: Carmen Salinas | Regieassistenz: Nellie Mußmann | Ausstattungsassistenz: Kim-Lotte Stöger | Bühnenassistenz: Lukas Deuschel | Bild: Anton Engel

Und ist es nicht der schönste Moment, wenn ein Theaterstück zu Ende ist und man wieder nach Hause gehen kann? Auf unklarem Wege, in die dunkelste Nacht, wenn die Sterne hell leuchten und der schmerzende Kopf, dieser erschütternde Fehlschlag göttlichen Rangs, langsam ablässt vom Tag - in diese Nacht verabschieden wir uns. Von allem und jedem, von Sinn und Verstand, von Lüge und Wahrheit, Tag und Nacht. 

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Kommende Termine:

20.11.2020

21.11.2020

22.11.2020

Do, 26. November 2020

HTA-Ringvorlesung: Theater und die Krise der Demokratie | Gernot Grünewald

18:30 Uhr, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Die Demokratie westlicher Prägung ist in einer Krise: Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung gehen mit der Entwertung der alten Akteure und Institutionen einher, etwa der Nation und ihres Parlaments. Vielerorts ist die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen die Antwort. Vor diesem Hintergrund lädt die Ringvorlesung Künstler*innen des Festivals „Frankfurter Positionen 2021“ und Wissenschaftler*innen aus den mit Theater und Performance beschäftigten Disziplinen dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Wie reagieren neue Formen des Theaters, der Choreografie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf diese Krise? Wie geht sie in ihre Formen, Organisationsweisen und Inhalte ein?

Gast: Gernot Grünewald (Autor, Regisseur)

Gernot Grünewald verknüpft in seinen Arbeiten immer wieder Recherchematerial mit literarischen Fragmenten zu hochkomplexen theatralen Geweben. Seine nächste Arbeit „Un/True“ befragt die Konstruktion unserer Wirklichkeiten im Widerspruch von Thesen, Behauptungen und Fakten.

Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Deutsch

Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort als auch im Live-Stream (via Zoom) statt. Anmeldung in beiden Fällen unter dramaturgie_at_mousonturm.de mit dem Betreff „HTA“

 

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Kommende Termine:

26.11.2020, Künstlerhaus Mousonturm und Live-Stream

Sa, 28. November 2020

Andorra

19:30 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

31.10.2020, Schauspiel Frankfurt

12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Ichundich

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: Christina Tscharyiski, Ausstattung: Dominique Wiesbauer und Verena Dengler, Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit
Fenna Benetz, Anna Bardavelidze, Nina Plagens, John Sander (Studiojahr Schauspiel)

Drei Theaterstücke hat die Lyrikerin Else Lasker-Schüler geschrieben. Ihr letztes, das 1940/41 im Jerusalemer Exil entstanden ist, blieb ein Dramen-Fragment: »IchundIch« ist ein sprachmächtiges und satirisch-hellsichtiges Drama ihrer Zeit, in dem die Dichterin das Publikum in eine Generalprobe einlädt. Schauplatz der Handlung ist die Hölle: Faust, Mephisto und Marte Schwertlein treffen hier mit Hitler, Goebbels und Göring zu einem grotesk-komischen Stelldichein aufeinander. Bei Lasker-Schüler endet dieses utopische Arrangement in einem überraschenden Kompromiss zwischen Faust und Mephisto gegen den rechten Barbarismus. Der Teufel persönlich verbündet sich mit Faust gegen die Nazi-Schergen, bis am Ende alle buchstäblich zur Hölle fahren und im Lavastrom untergehen. Im letzten Akt ergreifen die Autorin selbst und eine Vogelscheuche das Wort und es entspinnt sich ein Dialog, der die traumatische historische Situation sprachlich reflektiert und der in einem Ruf nach einer neuen Poetik mündet.

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Kommende Termine:

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

So, 29. November 2020

Andorra

18:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Regie: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Kostüme und Video: Falko Herold, Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

mit
Jonathan Lutz (Studiojahr Schauspiel)

Im Grunde hat niemand etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei, sagt der Wirt des Dorfes, eine Ausnahme. Nicht geldgierig wie die anderen Juden. Er sei, sagt der Soldat, feige. Aber er könne sich beliebt machen. Er sei, sagen andere, geil. Ohne Gefühl. »Vielleicht«, fragt sich Andri, »haben sie Recht?« Doch er hat Gefühle. Er liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Sie wollen heiraten. Aber das erlaubt der Lehrer nicht. Er kann es nicht erlauben, denn er hat zeitlebens gelogen. Andri ist sein leiblicher Sohn, Andri und Barblin sind in Wahrheit Halbgeschwister. Da wird das kleine Dorf über Nacht vom großen Nachbarn überfallen. »Die Schwarzen« marschieren ein. Wer kein Jude sei, sagen sie, habe nichts zu befürchten. Andri ist kein Jude. Aber jetzt, sagt er, will er’s sein. Jetzt kann er nicht mehr anders. Denn das ist das Böse: »Plötzlich bist du so, wie sie sagen.«
Max Frischs Parabel über die Alltagsmechanismen der Entmenschlichung, die zu Antisemitismus und Rassismus führen, zeigt David Bösch als intensive, bildstarke Momentaufnahme einer klaustrophobischen Welt.

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Kommende Termine:

30.10.2020, Schauspiel Frankfurt

31.10.2020, Schauspiel Frankfurt

12.11.2020, Schauspiel Frankfurt

13.11.2020, Schauspiel Frankfurt

16.11.2020, Schauspiel Frankfurt

18.11.2020, Schauspiel Frankfurt

19.11.2020, Schauspiel Frankfurt

28.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

Eternal Peace

18:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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Kommende Termine:

20.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

14.12.2020, Schauspiel Frankfurt

17.12.2020, Schauspiel Frankfurt

18.12.2020, Schauspiel Frankfurt

Mo, 14. Dezember 2020

Eternal Peace

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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Kommende Termine:

20.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

14.12.2020, Schauspiel Frankfurt

17.12.2020, Schauspiel Frankfurt

18.12.2020, Schauspiel Frankfurt

Do, 17. Dezember 2020

Eternal Peace

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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20.11.2020, Schauspiel Frankfurt

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14.12.2020, Schauspiel Frankfurt

17.12.2020, Schauspiel Frankfurt

18.12.2020, Schauspiel Frankfurt

Fr, 18. Dezember 2020

Eternal Peace

20:00 Uhr, Schauspiel Frankfurt

Eine Stückentwicklung von Alexander Eisenach

Regie: Alexander Eisenach, Bühne: Daniel Wollenzin, Kostüme: Julia Wassner, Video: Oliver Rossol, Musik: Sven Michelson, Dramaturgie: Katrin Spira

mit
Fenna Benetz (Studiojahr Schauspiel)

Grönland 2104. Die Menschheit steht am Beginn einer hoffnungsvollen Epoche: Der Wiederaufbau nach den Klimakriegen (2074–2091) wurde schneller bewältigt als gedacht, die Nutzung fossiler Energieträger ist überwunden, großflächige Photovoltaik-Anlagen legen sich wie ein Gürtel um den Globus und versorgen alle zivilisierten Gebiete mit Energie. Die Bürger_innen der jungen, unabhängigen demokratischen Republik Grönland erleben eine Zeit, in der ethnische und soziale Bruchlinien des 21. Jahrhunderts überwunden scheinen. Doch dann werfen beunruhigende Nachrichten aus dem alten Machtzentrum Europa einen Schatten auf das grönländische Glück. Berichte über Massaker in den Camps der ostrheinischen Trockengebiete alarmieren die Regierung, die beschließt, dem nachzugehen. Es beginnt eine Odyssee ins Herz eines von Krieg und Naturkatastrophen gezeichneten Europas, das die einstige Freiheit gegen Angst eingetauscht und jeden zivilisatorischen Halt verloren hat. Ein Trip in eine aussortierte Ecke der Welt, wo Grenzen egal sind, weil alles am Rand liegt.

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20.11.2020, Schauspiel Frankfurt

29.11.2020, Schauspiel Frankfurt

14.12.2020, Schauspiel Frankfurt

17.12.2020, Schauspiel Frankfurt

18.12.2020, Schauspiel Frankfurt