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In der Hessischen Theaterakademie (HTA) haben sich alle an der Theaterausbildung in Hessen beteiligten Hochschulen als auch die Stadt- und Staatstheater der Region in einem Studien- und Produk­tionsverbund zusammengeschlossen. Vielfältige Querverbindungen zwischen den Disziplinen und Partnern eröffnen den Studierenden neue Möglichkeiten, sich auf die Komplexität eines künstlerischen Berufsfeldes vorzubereiten.

Aktuelles

Postgraduiertenförderung für HTA-Alumni 2026 ...
Berufsbegleitendes Studienprogramm „Kunst als Soziale Praxis“ findet an der Frankfurt University of Applied Sciences ein neues Zuhause ...
Die Hessische Theaterakademie trauert um Ruth Wagner ...
Tony-Sender-Preis für eine Absolventin des internationalen MA Choreography and Performance ...
OPEN CALL! GUTE NACHRICHTEN! ...
Ältere Einträge

Postgraduiertenförderung für HTA-Alumni 2026

Das Frankfurt LAB vergibt 2026 erneut Postgraduiertenstipendien für künstlerische Forschung an Alumni der Hessische Theaterakademie. Gefördert werden ergebnisoffene künstlerische Recherchevorhaben mit 5.000 Euro für zwei Monate. Die Förderung wird ermöglicht durch das Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Bewerbungsschluss ist der 25. März 2026.

Alle Informationen sind hier zu finden. 

Berufsbegleitendes Studienprogramm „Kunst als Soziale Praxis“ findet an der Frankfurt University of Applied Sciences ein neues Zuhause

Das berufsbegleitende Studienprogramm „Kunst als Soziale Praxis“ (KASP) wird ab Herbst 2026 an der Frankfurt University of Applied Sciences fortgeführt und weiterentwickelt. Das von der Crespo Foundation finanzierte Programm wurde 2023 als zweijähriges Pilotprojekt von der Hessischen Theaterakademie (HTA) und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt initiiert. KASP eröffnet Künstler:innen neue Perspektiven der Zusammenarbeit mit Akteur:innen aus Kultur, Sozialarbeit und Wissenschaft und erprobt neue Formen gesellschaftlichen Miteinanders. Das Zertifizierungsangebot soll weiterhin jährlich rund 20 Kunstschaffende aufnehmen; der Start von KASP II ist für Herbst 2026 geplant. Kooperationspartner sind unter anderem die HTA, die HfMDK sowie der Masterstudiengang Performative Künste in sozialen Feldern an der Frankfurt UAS.

Weitere Informationen unter www.frankfurt-university.de / pressestelle_at_fra-uas.de

Pressemitteilung hier. 

Die Hessische Theaterakademie trauert um Ruth Wagner

Die Hessische Theaterakademie trauert um Ruth Wagner. Als ehemalige Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst setzte sie maßgebliche Impulse für die Theaterlandschaft in Hessen. Auch durch ihren intensiven persönlichen Einsatz gelang im Jahr 2002 die Gründung einer Hessischen Theaterakademie, auf Grundlage einer Initiative des damaligen Leiters des Regiestudiengangs an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Prof. Hans Hollmann. Mit großem Engagement stärkte sie damit die akademische Theaterausbildung und erhöhte die Kooperationsfähigkeit institutioneller Strukturen. 

Früh erkannte Ruth Wagner die Bedeutung einer vernetzten Ausbildung, die Studium, Praxis und Produktion miteinander verbindet. Davon profitieren die Kooperationen zwischen Hochschulen und Bühnen in Hessen bis heute. Auf diese Weise förderte Ruth Wagner künstlerische Freiheit sowie Qualität des zeitgenössischen Theaters und trug zur Etablierung einer generationsübergreifend forschenden Praxis bei, die Fragen nach der Zukunft der Darstellenden Künste stellt. Ihr Dialog mit der Hessischen Theaterakademie war stets von Vertrauen, Offenheit und großer Sachkenntnis geprägt.

Mit Ruth Wagner verliert die Theaterausbildung in Hessen eine visionäre Unterstützerin. Die Hessische Theaterakademie bewahrt ihr ein dankbares Andenken.

Tony-Sender-Preis für eine Absolventin des internationalen MA Choreography and Performance

Wir freuen uns, dass die HTA-Absolventin Frau Bárbara Luci Carvalho mit dem Tony-Sender-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet wird. Der Preis wird als Anerkennung für ihr frauenpolitisches Engagement verliehen. Bárbara Luci Carvalho hat derzeit ihren Masterstudiengang MA Choreography and Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft abgeschlossen.

Bárbara Luci Carvalho ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Pädagogin, die aus einer dekolonialen und migrantischen Perspektive im Bereich Theater und Tanz arbeitet. Sie stammt aus Brasilien und lebt in Frankfurt am Main. Sie entwickelt internationale künstlerische und pädagogische Projekte, die afrobrasilianischen und zeitgenössischen Tanz, Physical Theatre und Community-Performance verbinden. Ihre Arbeit betont partizipative Kunst, körperzentrierte Praxis und feministische Theaterpädagogik, oft in öffentlichen Räumen oder an ungewöhnlichen Orten. Als künstlerische Leiterin des International Women Theatre Festival und Mitarbeiterin von antagon TheaterAKTion kuratiert und koordiniert sie Projekte, die unter anderem durch Erasmus+ und Creative Europe gefördert werden. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen choreografische und kollaborative Prozesse mit unterschiedlichen Gemeinschaften, mit dem Ziel gesellschaftliche Veränderung, kulturellen Austausch und kollektive Erfahrungen zu ermöglichen.

Mit dem Tony-Sender-Preis ehrt die Stadt Frankfurt Frauen, die sich in besonderem Maße für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie gegen Benachteiligung und Diskriminierung einsetzen. Dies kann zum Beispiel durch kritische Filme, politisches Kabarett, das Engagement für inhaftierte Frauen, Bildungsarbeit mit Migrantinnen oder die Unterstützung von Alleinerziehenden geschehen. Der Preis wird alle zwei Jahre an Frankfurter Frauen oder an Institutionen vergeben, die sich zu einem stadtbezogenen Thema frauenpolitisch in kultureller, sozialer oder gesellschaftspolitischer Hinsicht besonders verdient gemacht haben.

Die feierliche Preisverleihung findet am 28. November in Frankfurt Römer statt.

OPEN CALL! GUTE NACHRICHTEN!

Die Pilotphase des Programms "Kunst als soziale Praxis" geht dieses Jahr zu Ende. Die gute Nachricht ist, dass wir die Finanzierung für weitere fünf Jahre sichern konnten, sodass das Programm ab dem nächsten Jahr mit einem neuen Jahrgang fortgesetzt werden kann. In dieser nächsten Phase wird das Programm an die University of Applied Science (UAS) in Frankfurt umziehen. 

Hier findet ihr die Stellenausschreibung der UAS für eine neue Programmleitung. Wir würden uns freuen, diese Aufgabe an jemanden weiterzugeben, die oder der den Wunsch verspürt, dieses wunderbare kleine Programm, das so viele fantastische Menschen aus dem Bereich der sozialen Praxis zusammenbringt, weiter zu gestalten.

Kalender

Sa, 28. Februar 2026

"Strukturen und Menschen" - Tagebuch einer Hospitantin 2.0

18:30 Uhr, Ballhaus Ost Berlin
 
Text, Konzept, Performance: Hannah Helbig (ATW) 
Technische Unterstützung: Elisabeth Dimigen
 
 
Der Regisseur kommt herein und sagt laut in den Raum: „Ich hatte schon zwei Stunden Sitzung heute Morgen! Sehr erfolgreich. Strukturen! Strukturen und Menschen!“ Er hat nichts verstanden.* Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Performerin als Regiehospitantin thematisiert die Lecture Performance die Funktionsweisen von Macht und Hierarchie am Theater. Mithilfe von Tagebucheinträgen und Sprachnachrichten erinnert sich die Performerin zurück an ihre Zeit am Berliner Ensemble. Die individuelle Geschichte verweist auf etwas Größeres, auf ein System: Wieso scheinen im Theaterbetrieb bestimmte autoritäre Praktiken und Dynamiken völlig akzeptiert zu sein? Wieso werden auf den Bühnen dieses Landes Fragen von Emanzipation und Pluralismus verhandelt, während es im Produktionsprozess oft ganz anders aussieht?
 
Informationen hier.

Kommende Termine:

28.02.2026, Ballhaus Ost Berlin

01.03.2026, Ballhaus Ost Berlin

So, 1. März 2026

"Strukturen und Menschen" - Tagebuch einer Hospitantin 2.0

18:30 Uhr, Ballhaus Ost Berlin
 
Text, Konzept, Performance: Hannah Helbig (ATW) 
Technische Unterstützung: Elisabeth Dimigen
 
 
Der Regisseur kommt herein und sagt laut in den Raum: „Ich hatte schon zwei Stunden Sitzung heute Morgen! Sehr erfolgreich. Strukturen! Strukturen und Menschen!“ Er hat nichts verstanden.* Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Performerin als Regiehospitantin thematisiert die Lecture Performance die Funktionsweisen von Macht und Hierarchie am Theater. Mithilfe von Tagebucheinträgen und Sprachnachrichten erinnert sich die Performerin zurück an ihre Zeit am Berliner Ensemble. Die individuelle Geschichte verweist auf etwas Größeres, auf ein System: Wieso scheinen im Theaterbetrieb bestimmte autoritäre Praktiken und Dynamiken völlig akzeptiert zu sein? Wieso werden auf den Bühnen dieses Landes Fragen von Emanzipation und Pluralismus verhandelt, während es im Produktionsprozess oft ganz anders aussieht?
 
Informationen hier.

Kommende Termine:

28.02.2026, Ballhaus Ost Berlin

01.03.2026, Ballhaus Ost Berlin